Der Erfolg eines Onlineshops hängt nicht nur vom Produkt ab, sondern auch davon, wie es präsentiert, verkauft und gefunden wird. Ist das Shopdesign ansprechend? Funktioniert der Einkaufsprozess reibungslos? Wird der Shop gut bei Google gefunden, also hat er ein gutes Ranking in den Suchmaschinen? Genau das – und mehr – erwarten heutige Kunden vom digitalen Einkaufserlebnis. Gleichzeitig stehen Shopbetreiber vor der Herausforderung, ihre Prozesse effizient zu gestalten und sich im Wettbewerb zu behaupten.
In unserer Beitragsreihe ”Onlineshops richtig erfolgreich machen” werfen wir einen Blick auf zentrale Stellschrauben für mehr Sichtbarkeit, Vertrauen und Conversion im Onlineshop. Von Themen wie Usability und SEO über Tracking bis hin zu Automatismen und KI – unsere Beiträge liefern kompakte Informationen und praktische Tipps rund um den digitalen Verkauf.
Warum ist eine gute Produktdetailseite wichtig?
Die Produktseite ist für viele Kunden der erste und zugleich entscheidende Kontaktpunkt mit dem Onlineshop. Oft gelangen sie direkt über Google oder Vergleichsportale dorthin, ohne vorher die Startseite gesehen zu haben. Auf der Produktdetailseite entscheidet sich: Klickt der Kunde auf „In den Warenkorb“ oder auf „Zurück“. Deshalb sollten hier alle relevanten Informationen überzeugend präsentiert werden.
4 Tipps für eine starke Produktdetailseite
Eine gelungene Produktdetailseite informiert umfassend und kann so die Kaufentscheidung fördern. Die folgenden Empfehlungen dienen als Orientierung für eine effektive Gestaltung:
1. Auf hochwertige Produktbilder setzen
Eine Studie von MDG zeigt, dass 67% aller Befragten die Qualität des Produktbildes für ihre Kaufentscheidung als “sehr wichtig” einstufen – und damit wichtiger als eine ausführliche Produktbeschreibung (54%). Hochwertige Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven sind also entscheidend. Realistische Aufnahmen können außerdem dabei helfen, Erwartungen zu erfüllen und Rücksendungen zu vermeiden.
2. Preis- und Versandinformationen klar darstellen
Der Preis sollte klar ersichtlich sein – inklusive MwSt. und Rabatten. Auch Informationen zu Lieferzeit, Versandkosten und -optionen sollten transparent dargestellt werden, um später Überraschungen im Checkout zu vermeiden. Gerade versteckte oder unklare Zusatzkosten zählen zu den häufigsten Gründen für Warenkorbabbrüche – eine offene Kommunikation auf der Produktdetailseite wirkt dem gezielt entgegen.
3. Auffällige Call-to-Actions platzieren
Handlungsaufforderungen wie „In den Warenkorb“ oder „Jetzt kaufen“ sollten deutlich hervorgehoben und insbesondere auf mobilen Geräten gut erreichbar platziert werden. Eine klare Gestaltung erleichtert die Navigation und fördert die Conversion.
4. Vertrauen durch Bewertungen und Gütesiegel schaffen
Echte Kundenmeinungen schaffen Vertrauen und bieten Orientierung. Textliche Bewertungen mit Fotos wirken besonders glaubwürdig. Zusätzlich können Gütesiegel (z. B. Trusted Shops) und Zertifizierungen die Seriosität des Shops unterstreichen.
Conversion-Booster clever nutzen
Gute Produktdetailseiten nutzen außerdem oft gezielt verkaufsfördernde Elemente, um den Nutzer zum Kauf zu motivieren. Dazu gehören:
- Cross-Selling: Vorschlag ergänzender Produkte („Das könnte dazu passen“)
- Up-Selling: Hinweis auf höherwertige Alternativen (z. B. Premium-Variante mit zusätzlichen Funktionen)
- Bundles: Kombination mehrerer Artikel in einem Paket („Sparpaket mit Zubehör“)
💡 Tipp: Verkaufsfördernde Elemente lassen sich oft automatisieren. In Shopware können z. B. dynamische Produktgruppen für Cross- und Up-Selling genutzt werden. So erscheinen passende Zubehörartikel automatisch – ohne manuelle Pflege jeder Produktseite. Das spart Zeit und hält Empfehlungen aktuell.