Was ist WordPress?

Was ist WordPress?

WordPress ist ein Content Management System (CMS) mit dem sich auch ohne Programmierkenntnisse ansprechende Websites erstellen lassen. Ein CMS – also ein System zur Verwaltung digitaler Inhalte (Content) wie z.B. Texte und Bilder – dient dazu, die Inhalte in einer Datenbank vorzuhalten und diese dann bspw. an eine Website auszuliefern. Matthew Mullenweg hat WordPress als Open-Source-Projekt seit 2003 permanent weiterentwickelt. Die erste stabile Version von WordPress kam Anfang 2004 heraus.

Von Anfang an wurde bei der Entwicklung von WordPress viel Wert auf die Benutzerfreundlichkeit sowie die einfache Bedienbarkeit des CMS gelegt. Beides sind wichtige Punkte, die WordPress noch immer auszeichnen und für dessen Beliebtheit sorgen. WordPress hat unter den Content Manangement Systemen einen Marktanteil von über 60% (Stand März 2024).

WordPress war ursprünglich dazu gedacht, um auf möglichst einfache Art und Weise Blogs im Internet zu erstellen. Aber im Laufe der Zeit hat sich WordPress vom reinen CMS (Content Management System) weiterentwickelt hin zu einem System, mit dem alle Arten von Websites erstellt werden können: von Firmenwebseiten, über Blogs, Foren und Galerien bis hin zu Nachrichtseiten und Online-Shops.

Mit dem E-Commerce-Plugin WooCommerce für WordPress kann sehr einfach und schnell ein Online-Shop an eine bestehende Website angebunden werden. WooCommerce ist als Open Source-Software frei verfügbar und erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit.

WordPress ist über Plugins in seiner Funktionalität beliebig erweiter- und veränderbar. Es kann somit auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche von Website-Betreibern angepasst werden. Themes (Design-Vorlagen) geben einer WordPress-Website eine persönliche und ansprechende Optik, indem sie es erlauben, das Look-and-Feel einer Website zu gestalten und zu verändern.

Internet- und Digitalagenturen sind darüber hinaus in der Lage, WordPress-Seiten individuell zu erstellen. Dies ermöglicht es, auf die besonderen Bedürfnisse und Wünsche des Kunden einzugehen und eine maßgeschneiderte Online-Präsenz zu kreieren – sowohl für Unternehmenswebsites als auch für Online-Shops.

Wer steckt hinter WordPress?

Die erste Version von WordPress erschien im Jahr 2003 und wurde von Matt Mullenweg und Mike Little auf der Grundlage von b2/ cafelog entwickelt. Matt Mullenweg gründete 2005 das Unternehmen Automattic, um sich ganz der Weiterentwicklung von WordPress zu widmen. WordPress ist nur eines der zahlreichen Produkte von Automattic. Akismet, WooCommerce und Prospress sind weitere bekannte Produkte des Unternehmens, die in enger Beziehung zu WordPress stehen. WordPress erfreut sich großer Beliebtheit und wird durch Automattic sowie eine große Community gefördert und weiterentwickelt. 

Wie funktioniert WordPress?

Bei WordPress handelt es sich um eine Open Source Software, die unter der GPLv2 lizenziert ist. Geschrieben wurde WordPress in PHP. Zur Datenspeicherung nutzt das CMS eine Datenbank wie MySQL oder MariaDB. Als Open Source Software ist WordPress für jeden frei zugänglich. Änderungen am Code von WordPress sind für alle Nutzer möglich, um die Software individuellen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen.  

Erweitert werden kann WordPress in Funktionalität und Design durch eine Vielzahl an Plugins und Themes, die im Repository unter WordPress.org heruntergeladen und anschließend installiert und genutzt werden können. Dabei muss beachtet werden, dass viele der Plugins und Themes kostenlos nutzbar sind, jedoch auch kostenpflichtige Features beinhalten können. Demgegenüber stehen Plugins und Themes die generell kostenpflichtig sind. Außerdem besteht die Möglichkeit bei Bedarf ein Plugin oder Theme nach individuellen Vorgaben und Erfordernissen von einer WordPress-Agentur erstellen zu lassen, was natürlich mit Kosten verbunden ist. 

Was kostet WordPress?

WordPress ist eine Open Source-Software. Das CMS steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Es kann also kostenlos heruntergeladen, installiert und genutzt werden. 

Damit Webseiten, die mit WordPress erstellt wurden, im Internet erreichbar sind, müssen sie gehostet werden. Das Hosting ist in aller Regel nicht kostenlos, sondern preislich gestaffelt und orientiert sich zumeist am Bedarf des Kunden. Dabei spielen neben dem benötigten Speicherplatz die individuellen Anforderungen an die Performance der Seite eine nicht unerhebliche Rolle. Je umfangreicher eine Seite ist, umso mehr Speicherplatz benötigt sie. Das gleiche gilt dann, wenn die Seite z. B. besonders schnell laden soll oder andere Anforderungen an die Performace gestellt werden. Beide Aspekte stellen Faktoren dar, die die Kosten für das Hosting beeinflussen. 

Man unterscheidet zwischen Dezidiertem Hosting und Managed Hosting. Beim Dezidierten Hosting teilen sich mehrere Kunden einen Server, was für kleinere Websites zur Verminderung von Hostingkosten sinnvoll sein aber zu Lasten der Performance gehen kann. Demgegenüber hat der Kunde beim Managed Hosting einen Server für sich, um seine Website darauf zu hosten. Allerdings sind die Kosten beim Managed Hosting auch höher als beim Dezidierten Hosting.  

Hosting für WordPress

WordPress selbst bietet neben der rein kostenlosen Möglichkeit, die Software auf wordpress.org herunterzuladen auch die Möglichkeit des Hostings an. Dies erfolgt unter wordpress.com. Dort kann man aus unterschiedlichen Tarifen das Preismodell aussuchen, das am besten zu den eigenen Anforderungen passt. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass das Hosting bei wordpress.org mit Einschränkungen verbunden ist, etwa bei der Auswahl der Plugins. 

Ausgehend vom zu realisierenden Web-Projekt sollte überlegt werden, welche Anforderungen das Projekt an die Serverausstattung stellt – wie z.B. Speicherplatz, Performance, etc. Stehen die Anforderungen fest, können die am Markt verfügbaren Hosting-Angebote gesichtet und bewertet werden, um sich im Anschluss für einen Anbieter zu entscheiden.  

Sofern keine eigenen Vorkenntnisse vorhanden sind, sollte eine WordPress-Agentur mit der Installation und der individuellen Anpassung von WordPress beauftragt werden. Auch die Wartung und Pflege der Website kann durch die WordPress-Agentur übernommen werden. 

Für wen eignet sich WordPress?

WordPress eignet sich für Einsteiger aber auch diejenigen, die bereits bei der Erstellung von Internetseiten viel Erfahrung haben. Das liegt daran, dass WordPress leicht und intuitiv bedienbar ist. Das CMS bietet durch Plugins vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten. Internetseiten auf WordPress-Basis erhalten dank einer großen Auswahl an Themes eine individuelle Optik. Somit eignet sich WordPress sowohl für diejenigen, die schnell eine eigene Website erstellen möchten oder denen einfache Bedienbarkeit und Inhaltserstellung wichtig ist. Versierte IT-Professionals, verfügen mit WordPress über ein breites Spektrum an Möglichkeiten in Sachen Design und Technologie. Dennoch wissen auch erfahrene Webentwickler den Funktionsumfang und die einfache Erweiterbarkeit von WordPress zu schätzen. 

Vor- und Nachteile von WordPress

  • Großer Marktanteil
  • Open Source Software und damit frei verfügbar
  • Volle Kontrolle über die eigenen Daten
  • Große Community
  • Wenn WordPress „Out-of-the-Box“ genutzt wird, sind keine Programmierkenntnisse nötig
  • Leichte Bedienbarkeit
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Individualisierbarkeit durch zahlreiche Themes und Block Patterns (einzelne vorgefertigte Designelemente)
  • Erweiterbarkeit
  • Flexibilität
  • Skalierbarkeit
  • Sicherheitsupdates auch für ältere Versionen
  • Viele Plugins und Themes sind frei verfügbar
  • Erweiterbar zu einem Online-Shop (durch das Plugin WooCommerce)
  • Umfangreiche Dokumentation
  • SEO. WordPress erleichtert von Hause aus die Optimierung für Suchmaschinen
  • Tracking (Google Analytics, Google Search Console) möglich
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates
  • Durch die hohe Verbreitung beliebtes Ziel für Angriffe von Hackern und Spam
  • Jeder Webseitenbetreiber ist selbst für Wartung und Sicherheit des Systems verantwortlich
  • Sicherheit (viel Aufwand, regelmäßige Backups und Updates sind sehr wichtig)
  • Plugins zur Erhöhung der Sicherheit können die Performance einer Website negativ beeinflussen
  • Inkompatibilitäten / unerwünschte Wechselwirkungen unter den Plugins
  • Kein offizieller Support
  • Kein Drag ‚n‘ Drop im Backend von WordPress, was die Bedienung des Backends erschwert
  • Programmierkenntnisse nötig bei individuellen Anpassungen
  • Versteckte Kosten bei Premium-Plugins (kostenlose und kostenpflichtige Features in gleichen Plugin)